An Militärpatrouille „Götterdämmerung III.“ teilgenommen
Am Freitag, den 06.11.2009, begann der traditionelle Nachtmarsch der RK Fulda am Trätzhof. Die teilnehmenden Mannschaften mussten sich in „Camp Sierra“ (Schützenhaus Trätzhof) melden um sich vor dem Beginn der Patrouille in die aktuelle Lage einweisen zu lassen. Insgesamt gingen 11 Mannschaften an den Start. Auch Mannschaften aus anderen Kreisgruppen waren vertreten, wie zum Beispiel die RK Marburg und RK Limburg. Die RK Eiterfeld nahm mit 2 Mannschaften an dem militärischen Vielseitigkeitswettkampf teil. Nach der Einweisung in die aktuelle Lage, wurde jeder Soldat mit einem Sturmgewehr G36 ausgestattet. Der Gruppenführer erhielt zusätzlich ein Sprechfunkgerät SEM 52 S für den Funkkontakt zu „Camp Sierra“.
Um ca. 17.30 Uhr starteten die ersten Teilnehmer mit ihrer Patrouille und verlegten im BW-Kfz. zur ersten Station. Dort wurden Übungshandgranaten empfangen. Im weiteren Verlauf der Patrouille wurden die Soldaten aus einer Stellung mit einem Maschinengewehr angegriffen. Die Stellung musste nun auf Anweisung des Gruppenführers mit den Handgranaten bekämpft werden.
Ein parr Kilometer weiter mussten die Soldaten an einem eigens errichteten Checkpoint (Kontrollpunkt) eine Fahrzeugkontrolle durchführen. Hierbei musste eine gut versteckte Kurzwaffe gefunden und sichergestellt werden.
Einige Zeit später, an der nächsten Station, musste eine Person kontrolliert werden, welche sich an einem Pkw zu schaffen machte und von der herannahenden Streife überrascht wurde. Im Laufe der Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich bei der Person um einen bereits gesuchten, mutmaßlichen Terroristen handelte, der in dem Pkw einen Sprengsatz in Form eines Flugkörpers deponierte. Der Sprengsatz war mit einem Handyzünder versehen. Nachdem durch die Patrouille die Feldjäger sowie der Kampfmittelräumdienst angefordert wurden, konnten die Soldaten ihren Auftrag weiter fortführen.
Die Patrouille setzte ihren Weg nun mit Militärfahrzeugen fort. Hierbei wurde der Konvoi bei voller Fahrt angegriffen, woraufhin das Führungsfahrzeug durch gefechtsmäßigen Beschuss ausfiel. Die Soldaten mussten sofort absitzen und Stellung beziehen. Gleichzeitig musste während des Feuergefechts ein verwundeter Kamerad in Sicherheit gebracht und Erstversorgt werden.
Die letzte Station powerte die Teilnehmer noch einmal so richtig aus. Nun musste ein ca. 80kg. schwerer Kamerad mittels Tragetuch auf Zeit, 300 Meter abtransportiert werden.
Die letzte Mannschaft erreichte „Camp Sierra“ gegen 3.30 Uhr. Der Nachtmarsch der RK Fulda wird traditionell alljährlich im November durchgeführt und verlangte den Teilnehmern diese Jahr wieder einmal einiges an militärischem Fachwissen sowie körperlicher Leistungsfähigkeit ab.