< "Generalinspekteur in Fulda"
Mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr erwarteten die Reservisten aus Fulda und Umgebung am 24. Mai 2006 besonders prominenten Besuch: General Wolfgang Schneiderhan, der ranghöchste Soldat der Bundeswehr sprach um 19.00 im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses über aktuelle sicherheitspolitische Themen.
Eingeladen dazu hatte die Kreisgruppe Osthessen des Reservistenverbandes gemeinsam mit dem Hausherrn, dem Fuldaer Oberbürgermeister Gerhard Möller.
General Schneiderhan ist der 14. Generalinspekteur der Bundeswehr und seit 2002 im Amt.
Die sicherheitspolitische Analyse des Generals war nicht nur für die von der Umstrukturierung der Bundeswehr betroffenen Reservisten von Interesse, sondern auch für die eingeladenen Vertreter der Wirtschaft. Das neue Konzept der Bundeswehr zur Einbindung von Reservisten basiert nämlich auf Freiwilligkeit. Doch die Bereitschaft zur freiwilligen Unterstützung der Bundeswehr durch Reservisten reicht nicht aus, wenn die Wirtschaft das Konzept nicht mitträgt. Da gibt es noch Kommunikationsbedarf zwischen Bundeswehr und Arbeitgebern. General Schneiderhan erläuterte den Spagat zwischen wirtschaftlichen Zwängen und erweiterten Auslandseinsätzen der Bundeswehr ebenso, wie die Neuorientierung vom Heimatschutz in der Zeit des Kalten Krieges hin zur Einsatzarmee. Gerade die Bevölkerung im „Fulda Gap“ hat noch konkrete Erinnerungen an die Bedrohungslage in den Nachkriegsjahren.
Der Vorsitzender der Kreisgruppe Osthessen im Reservistenverband, Hauptmann der Reserve Günter Wolf, erwartete reges Interesse der Reservisten nicht nur aus der engeren Umgebung. Gezielt eingeladen wurden auch ehemalige aktive Soldaten, die in der Region ihren Wohnsitz haben. Die Kreisgruppe Osthessen umfasst 33 Reservistenkameradschaften mit zusammen rund 1.500 Mitgliedern; in den sechs hessischen Kreisgruppen sind insgesamt 11.000 Reservisten aktiv.