RK Eiterfeld absolviert Wehrübung „Nassauer Löwe“
Vom 11.-13.09.2009 veranstaltete das Landeskommando Hessen/ Wiesbaden eine großangelegte Übung für Reservisten beim Jägerregiment 1 in Schwarzenborn/ Knüll.
Am Freitag um 18.00 Uhr folgten ca. 70 Reservisten ihrer Zuziehung und rückten in die Knüll-Kaserne ein.
Unter den Reservisten der Kreisgruppen Osthessen sowie Rheingau-Nassau übten auch 8 Reservisten der RK Eiterfeld. Nachdem das Quartier im Truppenlager der Kaserne zugeordnet und bezogen wurde, folgte die Verpflegung in der Truppenküche. Anschließend gingen alle Teilnehmer zum theoretischen Unterricht in den Lehrgangssaal.
Hier wurden die Soldaten informiert über diverse Rechtsgrundlagen und belehrt über das Verhalten auf Truppenübungsplätzen. Ein sehr wichtiger Bestandteil dieser theoretischen Ausbildung an diesem Abend war die „Taschenkarte ISAF“. Diese definiert unmissverständlich, I. Auftrag, II. Grundsätze für die Anwendung militärischer Gewalt, III. Befugnisse im Einzelnen sowie IV. Selbstverteidigung und Nothilfe für deutsche Soldatinnen und Soldaten im Afghanistan-Einsatz.
Am Samstagmorgen um 5.00 Uhr wurde geweckt und alle Teilnehmer waren hoch motiviert. Denn nun folgte die Praxis. Nun galt es, das am Vorabend erlernte in die Tat umzusetzen. Nach dem morgendlichen Antreten wurden alle Soldaten in 5er Rennen eingeteilt und anschließend mit Fahrzeugen der Bundeswehr auf den nahegelegenen Truppenübungsplatz verlegt.
Dort angekommen, mussten die Soldaten ein Gruppen- und Gefechtsschießen mit dem Sturmgewehr G36 durchführen. In „Knülldorf“, einem kleinen Dorf auf dem Truppenübungsplatz, welches extra von der Bundeswehr für solche Schießübungen errichtet wurde, mussten die Teilnehmer ihren Patrouillenweg nehmen bei dem ein Angriff simuliert wurde. Daraufhin musste die Gruppe in Deckung gehen und sich verteidigen. Zudem wurde über Lautsprecher eine in Afghanistan alltägliche Marktsituation eingespielt, bei der menschliche Stimmen, Tiere sowie Markttreiben zu hören war. Das machte die ganze Übung noch etwas realistischer. Diese Station war der Höhepunkt dieser Übung, da man als Reservist nicht allzu oft die Gelegenheit hat ein solches Gruppen- und Gefechtsschießen durchzuführen.
Auch die anderen Stationen, wie z.B. Personen- und Fahrzeugkontrolle und Selbst- und Kameradenhilfe waren für alle Teilnehmer sehr lehrreich. Zudem wurden auf der Standortschießanlage noch 3 weitere Schießlehrübungen, unter anderem mit dem Maschinengewehr MG 3 sowie mit dem Gewehr G 36, durchgeführt.
Nach der Übung mussten alle Waffen gereinigt und ordnungsgemäß zurückgegeben werden. Hierbei bewahrheitete sich wieder einmal die Redewendung „viele Hände, schnelles Ende“.
Am Samstagabend erfolgte dann ein wohlverdientes Abendessen und ein anschließender Kameradschaftsabend sorgte für einen gelungen Ausklang dieser Übung.
Am nächsten Morgen, natürlich erst nach der Stuben- und Revierreinigung, traten dann alle Teilnehmer die Heimreise an.